Die Bedeutung des Taijiquan für mein Leben

Auf die Frage, was Meditation mir für mein Leben bringt, habe ich folgende Gedanken aufgeschrieben:

Ich bin mit einem Virus für die langsamen meditativen Bewegungen des Tai Chi infiziert worden durch die Kung-Fu-Serien mit David Carradine und durch meinen Blick über die große Mauer nach China. 1997 reiste ich für zwei Wochen ins Land der aufgehenden Sonne, das Reich der Mitte, und was mich interessierte, waren vor allem der Geist dieses fremden Volkes und seine Kampfkünste. Gesehen habe ich dann aber nicht besonders viel davon…

Das Leben in Deutschland ist für mich eine traurige Geschichte. Aus der friedlichen Revolution in der DDR wurde der Niedergang der menschlichen Beziehungen und die Konzentration auf das Ego und seine Befriedigung.

Durch das meditative Taijiquan lerne ich Zufriedenheit in dieser unbefriedigenden Situation. Ich bin ganz bei mir. Der Körper entspannt sich, der Geist wird gelassener, die Energie (chin. Qi) fließt in meinem Körper und lässt ihn warm und „voll“ werden. Ich kann für diese Momente der Meditation die Landschaft genießen, wenn ich in einem weitläufigen ruhigen Park oder am Meer oder an einem See übe.

Einigen Menschen bin ich begegnet, mit denen ich diese Erfahrung teilen oder ihnen auf dem Weg damit Hilfestellung geben konnte.

Veröffentlicht unter chinesisch, Gesellschaft, Persönliches, Taijiquan | Hinterlasse einen Kommentar

Mein Wort zum Thema Wissenschaft

Frauke Petry – Vortrag Landau – AfD Bayern

Peinlich. Frauke Petry bezeichnet sich selbst als Wissenschaftlerin und macht dann einen so schwerwiegenden logischen Fehler:

Fragestellung: Was ist die Ursache für den gravierenden Anstieg des Kohlendioxid-Gehaltes der Luft in den letzten 200 Jahren? Ist Ursache des Anstiegs des CO2-Gehaltes der Luft die Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur, also eine einsetzende „Warmzeit“ (was es in der Erdgeschichte immer mal wieder gibt), und die daraus folgende geringere Löslichkeit des Kohlendioxids im Meereswasser, oder ist es die Herausbildung des Kapitalismus und seiner maßlosen – permanent zunehmenden – Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Energieträgern?

Oops. Frauke Petry meint doch tatsächlich, dass es logisch ist, dass zuerst der Temperaturanstieg gewesen sein muss (Hypothese), da das einen Anstieg des CO2-Gehaltes der Luft hervorrufen würde.

Dass ein explosiver Anstieg der Verbrennung von Kraftstoffen (das ist keine Hypothese) nicht zu einem Anstieg des CO2-Gehaltes geführt hat, erschließt sich meiner Logik allerdings nicht.

P.S. Die AfD Bayern hat diesen Beitrag auf ihrer Facebook-Seite „zensiert“/ gelöscht. Ich dachte, die AfD wäre freier…

AfD Flyer

Ich bin gespannt, ob die AfD Hamburg das hält, was sie in ihrem Flyer verspricht…

Lesezeichen: Klimawissen, Klimaerwärmung durch Kohlendioxid – Der Beweis

Veröffentlicht unter AfD, Politik, Wissenschaft | Hinterlasse einen Kommentar

Was bedeutet das Integrationsgesetz?

Annonce: Wendehälse gesucht

Der Mensch ist (für die deutsche Wirtschaft und Politik) wertvoll, wenn er leistungsfähig und anpassungsfähig ist.

„Wir sind die Borg! Ihre Existenz, wie Sie sie kennen, endet hiermit. Wir werden Ihre biologischen und technologischen Charakteristika den unsrigen hinzufügen. Ihre Kultur wird sich anpassen und uns dienen.
Widerstand ist zwecklos!“
Deutschland (Die Borg)

Veröffentlicht unter Arbeitsmarkt, Ethik, Flüchtlingspolitik, Gesellschaft, Nachrichten und Politik, Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Zurück in die Zukunft

Als Einleitung für die Facebookgruppendiskussion fasse ich hier die einleitenden Gedanken des Buches „selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand“ von Harald Welzer zusammen, welche ich für wichtig und interessant erachte: selbst denken - Gruppenbild

In den letzten beiden Jahrhunderten bildete sich in unserer Gesellschaft ein Weltbild heraus, das vom Streben nach Fortschritt und Wohlstand geprägt und vom Gefühl der Macht über die Prozesse der Entwicklung von Technik, Gesellschaft, Natur, … durchdrungen ist. „Höher weiter besser“ ist das Motto. Wir Menschen haben in der Moderne eine „mentale Prägung“ (S. 9) entwickelt, „die die Phantasie technisch aufrüstete und die Entdeckungen von Christoph Columbus und die Eroberung des Wilden Westens in Gestalt von Apollo 11 und den Astronauten Armstrong, Aldrin und Collins in der Gegenwart so fortschrieb, dass man selbst ein Teil dieser unablässigen Erweiterung des Machbarkeits- und Erweiterungshorizonts wurde. Auch auf diese Weise wurde die expansive Kultur der Moderne Teil unserer mentalen Innenausstattung… Eine solche Prägung erzeugt Zukunftsgewissheit… (und) macht die Gegenwart durchlässig und immer nur momentan zur einen Version von vielen möglichen Wirklichkeiten und zu einem Noch-Nicht, das schon auf das jeweils nächste Stadium vorausweist.“ (S. 9f) Diese Zukunftsgewissheit übersetzt das expansive Kulturmodell in die Gefühls- und Innenwelt und erzeugt gleichzeitig eine kulturelle Bindung, aus der nicht leicht zu entkommen ist.

Mit dem Ende der rivalisierenden Systeme von Ost und West „begann auch das Ende der west-östlichen Hegemonie über die Welt“ (S. 19). Die kapitalistische Wachstumswirtschaft verbreitete sich über immer mehr Länder der Erde und führte damit für einen großen Teil der Menschheit zur Modernisierung ihrer Lebenswelt und zur Erhöhung ihres Wohlstands. In gleichem Maße, wie der Wohlstand zunimmt, wächst auch die zerstörende Wirkung der Menschheit auf die Umwelt. Was in der industriellen Revolution zuerst in der westlichen Welt erprobt wurde, geschieht nun in vielfach vergrößertem Maßstab auch in der restlichen Welt. Diese Neugestaltung der Verhältnisse zwischen Ost und West bedeutet für die westliche Gesellschaft den Verlust der Dominanz und damit auch den Verlust der Fähigkeit, die Zukunft (allein nach ihrem Gusto) zu gestalten. Plötzlich sind viel mehr Mitspieler im Geschäft, und jeder Mitspieler hat (zuallererst) seinen Vorteil im Sinn. „Es geht inzwischen, inmitten von Finazkrise, Klimawandel, Ressourcenkonkurrenz und Globalisierung der Wirtschaftskreisläufe, schon längst nicht mehr um die Gestaltung einer offenen Zukunft: Aller Schwung ist dahin. Es geht nur mehr um Restauration; um die Aufrechterhaltung eines schon brüchig gewordenen Status quo, in diesem Sinne nicht mehr um Politik, sondern um ein hektisches Basteln.“

An dieser Stelle kommt mir die Beschreibung der Bundeskanzlerin Angela Merkel und der (in ihr erfüllten) Ansprüche der deutschen Wählergemeinschaft durch Roger Willemsen (aus seinem Buch: Das hohe Haus, S. 5-7) in Erinnerung:

„Montag, 31. Dezember, Neujahrsansprache

Steif und fern, wie sie da sitzt, wirkt sie nicht, als müsse sie mir dringend etwas sagen. Eine Mediengesellschaft sollen wir sein, wählen Menschen mit dem Privileg zum Volk zu reden – und dann reden sie so? Vielleicht ist es umgekehrt: Wer an der Macht nicht auffällt und sich mit dem Volk auf Gemeinplätzen verabredet, kann immer weiter herrschen…

Sie weiß, was wir hören wollen, spricht deshalb von der »sicheren Zukunft«, an die ich nicht glauben kann, von dem »kleinen medizinischen Wunder« der mitwachsenden Herzklappenprothese bei einer jungen Frau, woran ich durchaus glauben kann. Doch ist dies ein Beispiel mit Kalkül, und dies schmeckt vor. Zur Kultur außerhalb der Wissenschaft kein Wort, an ihrer Stelle prunkt »die Bereitschaft zur Leistung und soziale Sicherheit für alle«, und weil es die Rede so verlangt, müssen schließlich die Begriffe »menschlich und erfolgreich« noch einmal zusammentreten, ehe mir die Kanzlerin »Gottes Segen« wünscht. Dann geht sie wieder ihren Geschäften nach, und ich bleibe zurück.“

Auf die westliche Gesellschaft bezogen bedeutet die weltweite Veränderung eine Irritation ihres Selbstbewusstseins, ein mächtiges, der Zukunft zugewandtes Wesen darzustellen, das die Macht über die Zukunft der Welt in sich trägt. „Die Menschen verharren, trotz mit Händen und Füßen zu greifender Veränderungsprozesse in Rolle, sozialer Lage und politscher Macht »in ihrer Persönlichkeitsstruktur, in ihrem sozialen Habitus auf einer früheren Stufe«4 – nämlich auf dem Höhepunkt ihrer gefühlten historischen Bedeutsamkeit… Aber die Menschen kommen nicht hinterher; sie glauben, etwas zu sein, was sie schon lange nicht mehr sind.“ Die Menschen nehmen sich selbst wichtiger als sie in der veränderten („multipolaren“) Weltordnung sind, „was aber unter den veränderten Machtbedingungen dann leicht mal als Wichtigtuerei ohne tiefe Bedeutung wahrgenommen wird.

Der Abstieg in die verringerte Bedeutsamkeit ist natürlich auch ein Verlust an Zukunft; jedenfalls an einer Zukunft, die man sich als eine immer bessere, weitere, schönere vorzustellen angewöhnt hat. Und auch deshalb gilt alles politische Interesse in Europa heute der Wiederherstellung des Status Quo ante: als das Wünschen noch in der Wirklichkeit bestätigt wurde. Der Übergang der Politik in einen restaurativen Illusionismus ist verhängnisvoll, weil sie kein Projekt mehr kennt, das über sich selbst hinaus weist: Daher die Rede von der »Alternativlosigkeit«, daher die Missachtung der Eigenlogik demokratischer Verfahren, daher die Verachtung gegenüber all dem, was im 20. Jahrhundert mühsam erkämpft worden ist – zugunsten eines rein tagespolischen Aktionismus, der Entscheidungen von ungeheurer Tragweite an den Öffnungszeiten der Börse ausrichtet. Die Politik ist gerade auf diese Weise, da sie so schnell und aktuell sein will, chronisch von gestern. Handlungsfähig wäre sie nur, wenn sie noch etwas zu gestalten hätte, aber dafür müsste sie eine Vorstellung von einer wünschbaren Zukunft haben. Eine wünschbare Vergangenheit reicht nicht aus.“ (S. 13f)

An dieser Stelle beende ich den Einblick ins Buch. Lasst uns den Weg aus der Sackgasse suchen, die hier beschrieben ist!

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Literatur, Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Mein Wort zum Sonnabend

AfD=Donald Trump=Untergang?

Mein Beitrag zur Facebookdiskussion:

… es bringt nichts, mich belehren zu wollen. Diesen Anspruch halte ich für das größte Problem bei jeder Diskussion. Die Basis des „Belehrenden“ ist das „Besserwissen“, welches kein wirkliches Wissen, sondern lediglich ein Glaube ist. Durch diesen Glauben bestätigen sich die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft gegenseitig. Andersgläubige werden statt dessen beschimpft, verspottet, ausgegrenzt

Wir wollen eine Demokratie… Wer ist „wir“? Was ist Demokratie? Und wie kann Demokratie funktionieren, wenn die gegenseitige Achtung zwischen den Parteien fehlt?!
Wir wollen „gute Entscheidungen“. Offenbar gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, welche Entscheidungen gut und welche schlecht sind. Solange es keinen Austausch darüber gibt, was jemand für gut hält und warum, werden die Gräben zwischen den MENSCHEN immer tiefer gegraben.

Veröffentlicht unter AfD, Ethik, Gesellschaft, Nachrichten und Politik | 3 Kommentare

Lesezeichen

Sa. 19.03.16: Augstein und Blome „Merkels Minus – Kanzlerin ohne Partei?“

Di. 15.03.16: phoenix Runde: „Zwischen Ablehnung und Anerkennung – Wie umgehen mit der AfD?“

Veröffentlicht unter AfD, Flüchtlingspolitik, Nachrichten und Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Den Sozialismus zur Vollendung bringen

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Schattenboxer vs. Nietzsche

Krieger der Neuzeit

Krieger der Neuzeit

Ihr führt Krieg? Euer Nachbar möchte nicht bei euch einkaufen? Darum führt ihr Krieg. Lasst euren Nachbarn selbst für seinen Unterhalt sorgen, und übervorteilt ihn nicht! Dann könnt ihr Nachbarn bleiben und Freunde werden.

Veröffentlicht unter Ethik, Flüchtlingspolitik, Gesellschaft, Gruppendynamik, Kunst, Nachrichten und Politik, Sprache, Suche nach Weisheit | Hinterlasse einen Kommentar

Was bewegt die Menschen?

Meine Empfehlung zu den Themen „Bürgerliche Mitte“, „Wut- und Angstbürger“, Zusammensetzung und Motive von Pegida und Co ist die Diskussion: Fakt ist! „Ratlos oder radikal – Wie fühlt die bürgerliche Mitte?“. Im Gegensatz zu den Diskussionsrunden im Fernsehn, die ich bisher im Zusammenhang der Zuwanderung von unzähligen Flüchtlingen bzw. Asylsuchenden gesehen habe, kommt sie als bisher Einzige ohne gegenseitige Anfeindungen der Diskussionsteilnehmer aus. Das ist tatsächlich ein Novum/ eine Innovation. So macht es mir Freude, der Diskussion zu folgen.

Veröffentlicht unter AfD, Flüchtlingspolitik, Gesellschaft, Gruppendynamik, Nachrichten und Politik | Hinterlasse einen Kommentar

Sprachliche Klarstellung: „ehemalige DDR“

Heute ist mir wieder einmal der Begriff ehemalige DDR vor Augen gekommen, den ich bisher schon immer mit Widerwillen gehört oder gelesen habe, da er mir falsch erschien.

Hier ist meine Erklärung:

Ein Staat kann nicht ‚ehemalig‘ sein, da er dann immer noch wäre; wenn auch anders als vorher.

Heute gibt es statt dessen in der Bundesrepublik ehemalige Bürger der DDR. Das bleiben wir auch unser Leben lang.

Deutschland ist – in Bezug auf die Zeit zwischen dem Zweitem Weltkrieg und der friedlichen Revolution 1989 – in seiner Gesamtheit „ein ehemals geteilter Staat“.

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Sprache | Hinterlasse einen Kommentar