Taiji oder TaijiQuan

In wachsendem Maße besteht in der Taijiquan-Gruppe bei Facebook der Bedarf, Klarheit in die Frage der Unterscheidung von Taiji (chin. 太极) und Taijiquan (太极拳) zu bringen. Mein Freund Chris Klugi hat mich heute gebeten, ihm schriftlich zu erklären, was genau der Unterschied zwischen den beiden Begriffen ist – da vielfach Taiji (bzw. Tai Chi) gesagt oder geschrieben wird, während eigentlich Taijiquan gemeint ist -, damit er dies auch seinen Schülern korrekt weiter geben kann.
Ich will’s (nach bestem Wissen) tun:

太极 Taiji ist das höchste Prinzip des Daoismus. Es erklärt sowohl die Entstehung der Welt als auch ihre Funktionalität.

Das Unendliche und das höchste, äußerste Gesetz
Um vom Dao zu sprechen verwendet die daoistische Theorie oftmals den Begriff Grenzenlosigkeit ( 无极 Wuji*), so wie der Begriff „höchstes, äußerstes Gesetz“ (太极Taiji**) oft im Zusammenhang mit dem ursprünglichen Chaos verwendet wird, das herrschte, bevor sich Himmel und Erde bildeten und das Yin vom Yang getrennt wurde.
Diese beiden Konzepte sind das Ergebnis einer tiefen Reflexion der Daoisten über die Gesetze, die den Gang der Welt bestimmen und sind eine wichtige daoistische Methode, die Welt zu beobachten. Die tiefe Bedeutung des Diagramms, welches das Taiji darstellt (太极图 Taijitu, bekannter unter dem Begriff Yin und Yang-Zeichen), hat zahlreiche Menschen dazu veranlasst, sich intensiv mit ihm zu beschäftigen.

Über den philosophischen Hintergrund des Taiji ist bei www.taichianer.at mehr zu lesen. Dort wird leider nicht die aktuell gebräuchliche Pinyin Umschrift verwendet, so dass statt Taiji „TAI CHI“ und statt Taijiquan „Tai Chi Chuan“ geschrieben steht.

太极拳 Taijiquan ist der Name einer inzwischen weltweit praktizierten Kampfkunst, welche ihren Ursprung in Chenjiagou, einem kleinen chinesischen Dorf, hat.
Seinen Namen trägt das Taijiquan, weil in dieser Kampfkunst (拳 Quan) die Prinzipien der Wandlung (des fließenden Überganges) von 陰 Yin und 阳 Yang praktisch geübt werden. Durch diese Übung werden sowohl äußere Blockaden (Verspannungen) abgebaut als auch innere Ungleichgewichte ausgeglichen. Das macht Taijiquan zu einer wichtigen Übung zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit.

Aussprache von Taijiquan (von dict.leo.org):  太极拳

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20 Kommentare zu Taiji oder TaijiQuan

  1. avatar BihushanNo Gravatar sagt:

    Das ist ein Beitrag, zu dem ich gerne etwas kommentieren möchte, nicht aber ohne vorher Hallo zusagen: Hallo, ich bin einer Deiner unbekannten Feed-Abonnenten. 😉

    Jetzt aber zum Thema: Ich weigere mich, Chen Jiagou als „Ursprungsort“ des Taiji Quan anzuerkennen. Sicherlich ist die Quellenlage bis Chen Wangting aus Chen Jiagou relativ sicher und hier veliert sich die historisch belegte Spur. Das heißt aber nicht, dass das Taiji Quan dort seinen Ursprung hat! Frag mich aber bitte nicht, wo er dann sein soll, das weiß ich leider auch nicht. 😉 Aber so wenig wie ich Chen Jiagou für den Ursprung halte, weil dort die Historie abreißt, so wenig halte ich Wudang, weil da die Legende beginnt, für den Ursprung. Ich fürchte, er liegt im Dunkeln…

  2. Hallo Bihushan,

    ich freue mich über deinen Kommentar, mit dem du ein bisschen aus der Schattenwelt 😉 meiner Leser heraus trittst. 🙂

    Es ist dir natürlich frei gestellt, jeden beliebigen Ort für den Ursprungsort des Taijiquan zu halten – oder gar keinen. Ich zwinge dich bestimmt nicht dazu, irgendein diesbezügliches Glaubensbekenntnis zu unterschreiben. 😀
    Ich bin keiner, der sich befähigt fühlt, die Quellen der Herkunft des Taijiquan zu scheiden. Jan Silberstorff halte ich da schon für fähiger. Nach seinen Erkenntnissen ist Chenjiagou der Ort, in welchem Chen Wangting „erstmals die Idee von Daoyin (Anmerkung: Streck- und Dehnungsübunen) und Tuna (Atemtechniken) mit der Kampfkunst“ verband. „Er entwickelte ein System, das gesundheitsfördernde Übungen des Qigong und kämpferische Bewegungen des Wushu in ein und demselben Moment zuließ…
    Auch wenn in den letzten Jahrzehnten Legenden über einen mystischen Ursprung des Taijiquan verbreitet wurden, gilt es doch als historisch erwiesene Tatsache, dass die heute bekannten Systeme des Chen-, Yang-, Wu-, Wú-, Sun- und Zhaobao-Stils auf Chen Wangting zurückzuführen sind. Anerkannte Quellenforscher wie Gu Liuxin und Tang Hao haben dies offiziell nachweisen können.“ (Zitate aus dem Buch „Chen: Klassisches Taijiquan im lebendigen Stil““ von Jan Silberstorff)

    Ich würde mich über weitere Kommentare freuen.

    Liebe Grüße
    Jörg

    • avatar BihushanNo Gravatar sagt:

      Danke für die Einladung zu weiteren Kommentaren, die ich bei dem Thema nicht ausschlagen kann. Könnte mich stundenlang darüber unterhalten, hören und lernen. Und wer bin ich, dass ich Dir, Jan Silberstorff oder gar Tang Hao widersprechen würde? Ich glaube nur keinem mehr, weil ich zu verwirrt bin. 😉

      Interessant finde ich aber, was da in dem Nebensatz „auch wenn in den letzten Jahrzehnten Legenden über einen mystischen Ursprung des Taijiquan verbreitet wurden“ anklingt. Sind die (angeblichen?) Mythen über Zhang Sanfeng und Wudang Shan tatsächlich erst in den letzten Jahrzehnten bekannt (oder gar erst entstanden???) geworden? Finde ich sehr spannend! Weißt Du da mehr zu?

      • Hi Bihushan,

        leider weiß ich auch nicht mehr dazu. Wenn ich etwas erfahre, werde ich es aber gerne posten. 🙂

        Viel Spaß weiterhin
        Jörg

      • avatar ObstNo Gravatar sagt:

        @ Bihushan: Die oben genannten „Legenden“ sind letztlich nicht legendärer als die anderen Deutungen der Geschichte des Taijiquan. Spätestens in Büchern aus den 1920er/30er Jahren (Sun Lutang und andere) sind sie schon vielfach nachzulesen. Was dagegen wirklich ziemlich neu aufgetaucht ist, sind Taiji-„Stile“ die sich selbst nach den Wudang Bergen benennen, sich auf die o.g. „Legenden“ beziehen und sich als „noch originaler als alles Andere“ darstellen. Nebenbei: Tang Hao ist genauso umstritten als Taiji-Historiker wie z.B. Wu Tunan, der fast entgegengesetzte Positionen vertritt. Ich fürchte, wir werden’s nie rauskriegen und deshalb dürfen die Chinesen uns weiter vorsetzen, was wir zu glauben haben.

    • avatar Mark WNo Gravatar sagt:

      Ist Wushu eigentlich nicht ein neues wort? Da wir ja von der Ursprünglichen zeit sprechen, sollte es nicht Shaolinquan sein? Es ist eigentlich sehr interessant dass manche Schulen verschiedene Urheber von Taijiquan haben. 🙂

      Shaolinquan und Wudang haben den Zhang Sanfeng und Chen-stil hat den Chen Wangting. 🙂 Jiang Fa kam ja von Shaolintempel und hat den Chen Changxing in Taijiquan gelehrt…? So, wäre der Vater Taijiquan’s nicht Zhang Sangfeng?

      • Chen Wangting hat (nach der mir bekannten historischen Erkenntnis) das Taijiquan entwickelt. Erst 5 Generationen später lebte Chen Changxing. Ihm ist somit die Begründung der Taiji Kampfkunst nicht zuzuschreiben, und es ist auch von untergeordneter Bedeutung, ob er von einem Shaolin-Mönch unterrichtet worden ist. Mir ist diese Geschichte leider auch nicht bekannt.

        Zhang Sanfeng ist meines Wissens kaum als „historische Gestalt“ zu bezeichnen, da sich nicht mal seine Lebenszeit datieren lässt. Ihn würde ich eher als legendären(!) Begründer des Taijiquan bezeichnen. Der Bezug auf ihn als Begründer des Taijiquan macht die Kampfkunst selbst zu etwas Bedeutsamem – lässt sie großartig und mysteriös erscheinen.

      • Shaolinquan und Wudang haben den Zhang Sanfeng und Chen-stil hat den Chen Wangting. Jiang Fa kam ja von Shaolintempel und hat den Chen Changxing in Taijiquan gelehrt…? So, wäre der Vater Taijiquan’s nicht Zhang Sangfeng?

        Zu dieser Legende(?) habe ich gerade eine historische Betrachtung entdeckt:
        „Jiang Fa und Chen Changxing lebten in der gleichen Epoche, dem 17. Jahrhundert; Wang Zongyue (seine Biographie finden sich in der Einleitung zu Wang Zongyue das „Yin Fu Speer-Handbuch“ von einem unbekannten Autor [8]), und Chen Gongzhao lebten ebenfalls in der gleichen Zeit, dem 18. Jahrhundert; Jiang Fa lebte über hundert Jahre vor Wang Zongyue, damit ist der Satz „Wang Zongyue lehrte Jiang Fa“ offensichtlich ein Fehler, und somit wird der Satz „Jiang Fa lehrte Chen Changxing oder Chen Qingping“ durch keine Fakten belegbar.“ (nachzulesen unter: IV. STREITIGKEITEN ÜBER „ILLUSTRIERTE ERKLÄRUNG ZUM CHEN FAMILIEN TAIJIQUAN“ bei chen-taijiquan.com)

  3. avatar BihushanNo Gravatar sagt:

    Hallo Jörg,

    es hat etwas gedauert aber ich habe auf eigene Faust etwas herausgefunden zum Thema mystischer Ursprung des Taiji Quan – sofern man die Legenden um Zhang Sanfeng als den mystischen Ursprung bezeichnet. Ich habe daraus einen eigenen kleinen Artikel gestrickt: „Zhang Sanfeng als Begründer des Taiji Quan?„.

    Bin gespannt, was wir zusammen noch alles ausgraben! 😉

    Beste Grüße

    Bihushan

  4. avatar GottfriedNo Gravatar sagt:

    Nihao miteinand –
    erlaubt mir einen Tipp:
    Vielleicht hilft auch dieser Artikel ein wenig weiter:

    tsai tsien,
    Gottfried

    • Wobei soll der Artikel mir helfen?

      In dem Artikel schreibst du:
      „Entscheidend um Zusammenhänge wirklich erkennen zu können wären aber die zugehörigen Schriftsymbole…“

      Damit gehe ich d’accor. 🙂

      • avatar GottfriedNo Gravatar sagt:

        Hallo Jörg,
        helfen soll der Artikel als erstes beim Nachdenken und „selber herausfinden“ – sich selbst eine Meinung bilden („den eigenen Weg finden“; darüber hinaus beim (kritischen) Quellenvergleich.
        Beispielsweise „lieben“ deutsche Autoren zwischenzeitlich „Taiji“, wobei in Amerika „Taichi“ bevorzugt wird (…dementsprechend „setzen“ die Autoren und/oder „Übersetzer“ dann einfach die entsprechenden chinesischen Bildsymbole daneben, obwohl in chinesischen Quellen andere Bildsymbole verwendet wurden, bzw. werden.

        Wenn ich also selbst chinesische Bildsymbole, welche somit von mir stammen, danebensetze ändert dies nichts daran, ausser ich beziehe mich dabei auf einen (Symbol-)Text aus China – was ich leider weder kann (weil ich kein Chinesisch beherrsche) – noch grundsätzlich die Problematik ändert, weil auch in China eine „Anpassung der Geschichte“ („Kulturrevolution“) Einzug gehalten hat.

        Somit bringt dies nicht wirklich etwas anderes als die Erkenntnis, dass nicht alles, was man hierüber liest oder hört gleich als „die unanfechtbare Wahrheit“ ansehen sollte. Womit durch Infragestellen und dem Thema dienender (versuchter!) Neuzuordnung und Herstellung neuer Querverbindungen von Übertragungen, Hinweisen, „Lehrmeinungen“, etc. sich eigene neue Erkenntnisse schaffen lassen.
        Natürlich ausgenommen: Jemand will nebst dem Studium von Tai Chi („neudeutsch“: Taiji) zusätzlich chinesische Schrift und Sprache lernen.

        Eine Frage ist jedoch: Warum sollte jemand die chinesische Körperkunst anders benennen, als die ursprüngliche Philosophie und deren Grundlagen? Tai Chi – Symbol: Tai Chi Tu. Taiji – Tai Chi Tu? Fehlübertragung oder Absicht?
        Wenn es um Taoismus (Daoismus) geht: Warum heisst die Bewegungskunst dann nicht: Tao Gong (Dao Gong)?

        In diesem Sinne,
        tsai tsien
        Gottfried

        • Hallo Gottfried,

          deine Frage, die du am Ende stellst, scheint mir ziemlich seltsam. Das daoistische Prinzip des Wechsels von Yin und Yang, welches in der Kampfkunst angewendet wird, heißt Taiji-Prinzip und wird durch das Taiji-Symbol (http://en.wikipedia.org/wiki/Taijitu) dargestellt. Deine Vermischung mit der Wade-Giles-Umschrift mag zwar irgendwie witzig sein, aber den Sinn darin erkenne ich nicht.

          Ich verwende die Pinyin-Umschrift, da ich die Aussprache dazu gelernt habe. Wenn ich die Wade Giles Umschrift lese, hat sie (auch nach deutscher Aussprache) wenig mit dem Han-Dialekt (Mandarin) gemein.

          Liebe Grüße
          Jörg

        • Nachtrag

          Ich habe eben noch einmal auf deine Seite zu den Übertragungsproblemen geschaut. Dabei ist mir der Exkurs besonders ins Auge gefallen:

          Da du selber geschrieben hast, dass du der chinesischen Sprache nicht mächtig bist, wundere ich mich über deine diesbezüglichen Erkenntnisse. Was sind die Quellen, auf welche du dich beziehst?

          Um Klarheit in das Wirrwar zu bringen, empfehle ich dir, auf der Seite http://www.ccm-nord.de den Absatz „2.2 Yin und Yang als Bild – Der Ursprung der Taijitu“ zu lesen. Darin wird die Bedeutung der chinesischen Symbole des Begriffs 太極 (Taiji) erläutert.

          In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Forschen und Erkennen
          Jörg

  5. avatar BihushanNo Gravatar sagt:

    Ich mische mich auch mal wieder ein. 😉

    Irgendwie werden da gerade zwei Themen miteinander vermischt: Das Taiji Tu (herkömmlich auch Yin-Yang-Zeichen genannt) und die verschiedenen Umschriften. Ob Tai Chi Chüan, Taiji Quan oder noch genauer T’ai Chi Ch’üan und Tàijí Quán ist einerlei, gemeint ist immer die Kampfkunst 太极拳 (vereinfachte chin. Schreibweise) bzw. 太極拳 (traditionelle chin. Langzeichen), s. auch von mir Zur Schreibweise von Taiji Quan

    (Der Link hat sich inzwischen geändert: Zur Schreibweise von Taiji Quan; 28.6.2013, Schattenboxer)

  6. avatar Mark WNo Gravatar sagt:

    Interessant… Auf Englisch schreibt man die wörter aber doch anders..?

    Taijiquan (Pinyin) oder T’ai chi ch’uan (Wade-Giles)
    Yijing (Pinyin) oder I Ching (Wade-Giles)
    Daodejing (Pinyin) oder Tao Te Ching (Wade-Giles)

    Ich finde dass Wade-Giles manchmal die falschen consonantent benutzt. Das J in Taijiquan sollte man wie das J in Job benutzen, nicht war? In den Staaten übersetzt man Taijiquan (auf Englisch Grand Ultimate Fist), und auf Deutsch wäre dass Grosse Perfekte Faust oder Grosse Höchste Faust.

    Viele Taijiquan Neulinge haben das misverständniss das Ji in Taijiquan so wie das Qi ist. Deswegen finde Ich Wade-Giles eine schlechte übersetzungsmethode. Qi, wörtlich übersetzt auf Deutsch, ist ja Luft oder Hauch und in Chinesischen Kampkünsten ist die meinung Energie…

    In meiner alten Shaolinquan schule kommt eine neue idee vor… das Taijiquan eigentlich mehr als Kosmosfaust übersetzt werden sollte? Mein Lehrer hatte dieses darüber zu sagen (entschuldigt bitte, leider ist es gerade zu viel für Mich zum übersetzen. (Mir fehlen schon öfters die Deutschen wörter) Versucht translate.google.com?)

    „I think it’s because they [the Chinese] don’t understand classical Chinese. There are many different levels of understanding when it comes to Chinese. There’s classical, then modern, and then simplified. Those who understand simplified (mainland China) may not even be able to read classical Chinese characters, let alone understand the nuances.

    Also, keep in mind that many Tai Ji Quan masters were only semi-literate. Their understanding of classical Chinese was severely limited.

    If you think about the ancient philosophy of „Tai Ji“, which predates Tai Ji Quan by many centuries, the translation „Grand Ultimate“ just doesn’t make much sense. The philosophy clearly refers to the Cosmos, or the Universe. And Zhang San Feng was clearly referring to the same thing.“

    Was denkt Ihr darüber? Kosmosfaust oder Grosse Perfekte Faust? Irgendwie kann Ich das nicht vertragen… Kosmos. Ich meine, wenn man die wörter von den Klassischen texten von Zhang San Feng und auch der Yijing austauscht, dann klappt das schon… aber ist es wirklich „klar/selbstverständlich“ (so wie mein Lehrer gesagt hat… „clearly referring to the same thing“)?

    Hier ist ein link zu einem Artikel vno meiner alten Schule: http://www.shaolin.org/video-clips-7/wudang-taijiquan/treatise/treatise01.html (auch auf Englisch… 🙁 )

  7. Hello Mark. 🙂

    I’d like to translate your english text. It’s a trial.

    Du hast geschrieben:

    ‚Ich denke, es liegt daran, dass sie (die Chinesen) die klassischen chinesischen Texte nicht verstehen. Es gibt viele verschiedene Stufen des Verstehens, wenn sie zu den Chinesen kommen. Da sind die klassische, die moderne und dann die vereinfachte (Schrift/ Zeichen?).

    Und dann ist zu beachten, dass viele Taiji Quan Meister lediglich halbgebildet (bzw. nur halbwegs des Lesens und Schreibens kundig) waren. Ihr Verständnis der klassischen Texte war stark begrenzt.

    Wenn man von der ursprünglichen (daoistischen) Philosophie des »Tai Ji« ausgeht, die viele Jahrhunderte vor dem Taiji Quan entwickelt wurde, macht die Übersetzung »Grand Ultimate« (bzw. die »große absolute« Faust) wenig Sinn. Die Philosophie (des Daoismus) war klar auf den Kosmos (bzw. »Weltall« oder »die gesamte Schöpfung«) oder das Universum gerichtet. Auch Zhang Sanfeng ging es genau darum.‘

    Do I have this right? Habe ich dich richtig verstanden?

    Zum Thema mache ich mir noch Gedanken und werde später etwas dazu schreiben.

    Jörg

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