Mein Lehrer hat gesagt …

Am Ende der gestrigen Trainingsstunde hat Ralf noch mal für alle zusammengefasst, was das Besondere und Wunderbare am Taijiquan ist. Es sind nicht die Bewegungen von Armen und Beinen. Es ist nicht die Lockerung von Muskeln und Sehnen. Das ist alles ganz nett. Aber es ist nicht das Taijiquan. Es ist die Basis, um das Taijiquan darauf aufzubauen. Am Anfang lernt man, wie man die Arme bewegen kann: rechten Arm drehen, linken Arm drehen – beides nach rechts, nach links, zusammen oder auseinander, … Man lernt es, wie man die Schritte machen kann und gleichzeitig die Arme bewegt. Das ist alles ganz gut, aber es ist kein Taijiquan!
Wenn man die Schritte und Bewegungen von Armen und Beinen gelernt hat, beginnt man, sich auf etwas anderes zu konzentrieren: Die Bewegungen werden dann nicht mehr getrennt voneinander ausgeführt, sondern aus dem Zentrum heraus – einsgerichtet. Die Struktur ist verbunden. Doch diese Verbindung ist nicht starr, wie die eines Roboterarmes. Die Arme bewegen sich (von außen betrachtet) der Hüfte voran, als würde jemand an den Fingerspitzen ziehen.
So entstehen die wunderbaren Wirkungen; dass man jemanden ohne Kraftaufwand weg schubsen kann. Das Wunderbare ist die Verbindung. Diese entsteht nicht alleine durch die Wiederholung der Bewegungen. (Entscheidend ist die Leitung der Bewegung durch den Geist/ die Vorstellung und die Einsgerichtetheit!)

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