Adolf Muschg und die Atomkatastrophe in Japan

swissinfo.ch: Sie gelten nicht gerade als Atomkraft-Befürworter. Bestätigt die Katastrophe in Fukushima Ihre Haltung?

A.M.: Es ist kein Fall für Rechthaberei. Ich habe schon vor 20 Jahren gesagt, dass die Natur eine Intimsphäre hat, in die man nicht dringen soll. Es gibt eine Grenze der Materie, deren Verletzung in den Folgen unabsehbar ist. Und das erleben wir nicht nur in der Atomenergie und in der Gentechnologie, sondern an allen Fronten der Technologie.

Ich glaube, die Umbesinnung muss bei jedem einzelnen anfangen und fundamentaler sein, als wir es uns träumen liessen. Alles zusammen gibt dann hoffentlich eine neue Richtung.

(aus Interview mit dem Schriftsteller und Japankenner Adolf Muschg

Dieser Gedanke spricht mir aus dem Herzen. Die Antwort, dass es eine Umbesinnung bei eine Großzahl von Menschen geben wird, bleibt zu hoffen.

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