Das Verbotene tun

Bin heute um eine Erfahrung reicher: Manchmal kommt es anders als man denkt.

Nach dem Klavierunterricht stieg ich in einen Bus, der – wie sich später herausstellte – nicht in die Richtung fuhr, welche ich meinte, dass er führe. smilies smileys Also korrigierte ich meine Richtung und erreichte später als gedacht den Umsteigehaltepunkt. Dort hatte ich eine Übergangszeit bis zum nächsten Anschluss, die ich nutzte, um dem Bus voraus zu gehen. Der kam etwas früher als erwartet und ich musste ihn fahren lassen. Nun ging ich also weiter in Richtung meines Zuhauses. Ich erinnerte mich an die Serie Kung Fu, welche ich mir in den letzten Wochen von DVD ansehe. David Carradine alias Kwai Chang Caine läuft darin alle Wege durchs weite Amerika zu Fuß. Also wollte ich es auch tun und zu Fuß bis nach Hause gehen. Musik, welche ich vom mp3-Player hörte, machte den Weg leicht. Als ich etwa 10 min von Zuhause entfernt war, kam mir plötzlich der Gedanke, dass ich doch meine Schuhe ausziehen könne und barfuß weiter gehen: ‚Gedacht, getan‘ oder ‚Der Geist führt, der Körper folgt’… Das erinnerte mich an die Zeit, als ich in Kassel meine Ausbildung am CVJM-Kolleg gemacht hatte. In dieser Zeit bin ich, wenn mir gerade danach war, nach dem Volleyballspielen barfuß durch Schnee oder Eis von der Turnhalle zum Wohnheim gegangen. Viele meinten, dass das krank machen würde. Das war ein Irrtum.

Im Klavierunterricht hatte Barbara heute zu mir gesagt, dass ich beim Spielen von Waka Waka richtig in die Tasten hauen solle – dass ich das machen solle, „was man nicht darf“. Das könnte vielleicht bedeuten, ich solle ausgelassen sein/ aus mir heraus kommen. Ich denke, das – und das Beispiel von Kwai Chang Caine – haben mich „das Verbotene tun“ oder dem Tao folgen lassen. Smiely

Niemand trägt diese Person.
Kein Fahrzeug ist zu sehen.
Dem Tao folgen, das ist etwas, was wir alle selbst tun müssen.
Es kann ein schwieriger Weg sein; wir werden getestet.

Ist der Text nicht erstaunlich passend(!), den ich eben zum Stichwort „dem Tao folgen“ gegoogelt habe, nachdem ich den Gedanken hatte, dass dies vielleicht eine passende Beschreibung für das Erlebte sein könne?

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